Mitreden erwünscht! Hier fand echter Bürgerdialog statt. Im Bürgerforum hatten Bürgerinnen und Bürger die Chance, ihre Meinung, Ideen und Anregungen auf dem Weg zu einer Bewerbung für die Landesgartenschau 2023 in Höxter abzugeben.
Auf dem Bild sehen Sie v.l.: Christian Haase (MdB), Pfarrdechant Hans-Bernd Krismanek, BM Alexander Fischer, Prof.Dr. Rohler (Dekan FB9), Baudezernentin Claudia Koch, Jürgen Knabe (1. Vors. Werbegemeinschaft), Landrat Friedhelm Spieker, Matthias Goeken (MdL), Kreisdirektor Klaus Schumacher© Stadt Höxter
Das Bürgerforum fand im Schulzentrum in der Aula des König-Wilhelm-Gymnasiums in Höxter statt. Beginn war um 14.00 Uhr.
„Die zukünftige Entwicklung unserer Stadt hängt nicht nur von den vielen kleinen einzelnen Maßnahmen des planerischen Alltags ab. Gerade Großprojekte können – wie die Erfahrung anderer Städte z.B. jüngst Bad Lippspringe zeigt – erheblich dazu beitragen, einen notwendigen Entwicklungsschub zu bewirken“, sagte Bürgermeister Fischer. Deshalb prüfte die Stadt Höxter , ob sie sich für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2023 bewerben sollte. In diesem Prozess galt es eine Vielzahl von Fragestellungen zu erfassen und zu beantworten, um die Entscheidung für eine Bewerbung zu treffen.
Die Stadt Höxter möchte diesen spannenden Prozess von Beginn an mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam gestalten. Denn eine Landesgartenschau kann nur erfolgreich sein, wenn sie von der Stadtgesellschaft der ausrichtenden Stadt mit Überzeugung unterstützt wird und neue Freiräume und öffentlich nutzbare Infrastrukturen entstehen, die von der Bevölkerung angenommen und von der Stadt mit vertretbarem Aufwand nachhaltig unterhalten werden können.
Die Bürgerinnen und Bürger zu informieren, Ihr Interesse zu wecken und Ihnen vor allem zuhören, um größtmögliche Teilhabe und Transparenz von Beginn an herzustellen, ist unser Ziel. Die Ideen und Anregungen der Bürgerschaft sind ein ganz wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Landesgartenschau.
Die Veranstaltung war im Wesentlichen in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil diente der Information. Hier freute es uns außerordentlich, dass wir den Präsidenten des Landtages Herrn André Kuper als Referenten gewinnen konnten. Herr Kuper verfügt über umfangreiche Erfahrungen aus seiner Zeit als impulsgebender und projektleitender Bürgermeister der Stadt Rietberg, wo 2008 die Landesgartenschau NRW ausgerichtet wurde. Noch heute ist er Mitglied im Aufsichtsrat der Gartenschau Rietberg GmbH und Vorsitzender des 1.200 Mitglieder zählenden Fördervereins Gartenschaupark Rietberg. Er hat in einem Vortrag über die Erfahrungen der Landesgartenschau 2008 in Rietberg berichtet. Als weitere Gesprächspartner mit Herrn Bürgermeister Fischer durften wir Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Klaus Töpfer, den Herzog von Ratibor und Fürst zu Corvey, Herrn Prof. Rohler, Herrn Bürgermeister Bee, Herrn Kowalski sowie Herrn Pröbsting vom Büro Heuschneider begrüßen.
Nach dem Informationsteil sollten die Besucher ausführlich zu Wort kommen und gemeinsamen mit politischen Vertretern der Region ihre Anregungen und Bedenken erörtern. Jede Arbeitsgruppe wurde von einem Team aus Fachmoderator und einem politischen Vertreter gebildet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Chance, sich zum Beginn der Veranstaltung für Ihr Wunschteam zu entscheiden, um nach der Informationsveranstaltung in kleineren Gruppen ins direkte Gespräch mit den politischen Größen der Region einzutreten. Es freut uns, dass Bürgermeister Fischer hierfür Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. muht. Töpfer, das Mitglied des Bundestages Herrn Haase, das Mitglied des Landtages Herrn Goeken, den Bürgermeister der Stadt Bad Lippspringe Herrn Bee sowie den Kreisdirektor Herrn Schumacher dafür gewinnen konnte.
Können Sie sich eine Landesgartenschau in Höxter vorstellen? Was sind Ihre Erwartungen an eine Landesgartenschau? Welche Maßnahmen halten Sie für besonders wichtig? Über diese und viele weitere Fragen wurde unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern angeregt diskutiert.
Stimmen zur Bewerbung um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2023
"Ich begrüße die Bewerbung der Stadt Höxter, die Landesgartenschau 2023 zu uns nach Hause zu holen. Solch ein Event passt zu uns und lenkt den Blick der Besucher - neben der Gartenschau an sich - auch darauf, was wir in Höxter und Umgebung zu bieten haben.
Besonders denke ich dabei an die positiven Sogwirkungen für unser Weltkulturerbe Corvey. Aber auch bei der An- und Abfahrt kommt man durch unseren charmanten Städte und Gemeinden, die viel Charakteristisches für die Region zu bieten haben.
Ich freue mich, den Prozess und die Vorbereitungen zu begleiten!"
Matthias Goeken, MdL© Stadt Höxter „Es ist mir besonders wichtig, dass bei dieser Zukunftsmaßnahme die Bürgerinnen und Bürger mitgenommen werden. Wir brauchen ein breites gesellschaftliches Fundament bei dem Bürger, Kaufleute, Grundstückseigentümer, Verwaltung aus Stadt und Kreis und die Politik über alle Parteien hinweg gleichermaßen beteiligt werden.
Die Landesgartenschau wäre eine große Chance für die Stadt Höxter, welche mit ihrer wunderschönen weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Stadtstruktur, mit Fachwerkhäusern im Stil der Weserrenaissance und mit dem UNESCO Weltkulturerbe Kloster Corvey einen guten Rahmen für das Projekt, direkt an der Weser, bildet.
Bürgerinnen und Bürger aus ganz Nordrhein-Westfalen, sowie aus Niedersachsen und Hessen könnten die Landesgartenschau auch als Ausgangspunkt nutzen die Stadt Höxter und unseren wunderschönen Kultur Landkreis kennen zu lernen.“
„Die Landesgartenschau 2023 wäre hervorragend geeignet, um die Attraktivität unseres Kulturlandes auch als Tourismusregion noch weiter zu steigern. Die Landschaftsräume entlang der Weser wären dafür ein perfekter Rahmen. Auch der Kreis Höxter möchte in diesem Gebiet mit Hilfe des Strukturförderprogramms „REGIONALE“ weitere Projekte durchführen, um die einzigartige Natur erlebbar zu machen.
Ich freue mich deshalb sehr, dass die Stadt Höxter und alle Beteiligten mit der Bewerbung für die Landesgartenschau 2023 einen eigenen wichtigen Akzent setzen. Für den Erfolg der gemeinsamen Bestrebungen wird es erforderlich sein, dass alle Seiten weiterhin so gut zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen.“
Laura Heuschneider, Büro Heuschneider© Stadt Höxter„Gartenschauen sind eine hervorragende Möglichkeit nachhaltigen Städtebau und Grünzüge umzusetzen. Höxter und Corvey bieten mit ihrer wertvollen Architektur inmitten der malerischen Landschaft große Potentiale.
Gemeinsam mit der Verwaltung untersuchen wir, welche Flächen entwickelt werden sollten und wo eine erfolgreiche Gartenschau stattfinden kann. Dazu freuen wir uns auf Hinweise und Ideen der Bürger.“
Andreas Bee, BM Bad Lippspringe© Stadt Höxter„Als Bürgermeister der Landesgartenschaustadt 2017 Bad Lippspringe möchte ich den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Höxter nahelegen, an der Iformationsveranstaltung am 02. Dezember 2017 teilzunehmen. Auch wir Bad Lippspringer haben uns im Vorfeld der Bewerbung und auch nach dem gewonnenen Bewerbungsverfahren häufig getroffen und uns ausgetauscht. Dabei kamen sehr interessante Aspekte zutage, und für die öffentliche Meinungsbildung waren diese Veranstaltungen sehr wichtig.
Die Chancen und Risiken einer Landesgartenschau konnten im Rahmen der Bürgerversammlungen diskutiert und gegeneinander abgewogen werden. Das Ergebnis dieses Prozesses ist vielen Menschen in der Stadt und im Kreis Höxter bekannt.“
Jürgen Knabe, 1. Vorsitzender Werbegemeinschaft Höxter© Stadt Höxter
„Die Werbegemeinschaft Höxter e.V. begrüßt das Bestreben der Stadtverwaltung Höxter, die Landesgartenschau im Jahr 2023 in Höxter durchzuführen.
In Bad Lippspringe hat die Landesgartenschau 2017 gezeigt welche Maßnahmen, auch in der Infrastruktur, eine Landesgartenschau mit sich bringen kann. Dies und die mit einer Landesgartenschau zu erwartenden Besucher werden zu einer Belebung des Standortes Höxter in der Kernstadt, den peripheren Lagen und in den Ortschaften führen.“
Prof. Dr. Rohler, Dekan FB9 Landschaftsarchitektur und Umweltplanung© Stadt Höxter„Im Mittelpunkt steht für mich nicht allein das Ereignis der Gartenschau und die mit einem solchen Ereignis verbundene öffentliche Aufmerksamkeit, sondern vielmehr die langfristigen Effekte für die Entwicklung unserer Stadt, die das Leben in Höxter langfristig attraktiver machen, einen nachhaltigen Tourismus fördern.
Unabhängig von der endgültigen Entscheidung für oder gegen eine Bewerbung um die Landesgartenschau 2023 bietet der jetzt eingeleitete Prozess bereits die Chance die öffentliche Diskussion über verschiedene Fragen der Stadt- und Freiraumentwicklung Höxters voranzubringen. Offene Entwicklungsfragen der Stadt können so unmittelbar und direkt in der Stadtgesellschaft verankert werden.“
„Die Corvey gGmbH begrüßt die Initiative der Stadt Höxter sich für die Landesgartenschau 2023 zu bewerben. Eine erfolgreiche Bewerbung für Höxter könnte zu erfreulichen Impulsen und Investitionen in Höxter und Corvey führen, die sich auch positiv für die Erfüllung der gemeinnützigen Ziele zur Entwicklung der Welterbestätte Corvey im Sinne der Satzung der Corvey gGmbH nachhaltig auswirken. Die Landesgartenschau 2023 wäre eine Riesenchance für Corvey und Höxter.“
Pfarrdechant Dr. Hans-Bernd Krismanek© Stadt Höxter“Als Kirchenvorstand der Kirchengemeinde der ehemaligen Benediktinerabteikirche St. Stephanus und Vitus Corvey stehen wir - wie das Herzogliche Haus - dem Projekt Landesgartenschau 2023 sehr positiv gegenüber. Wir begrüßen die Bewerbung der Stadt Höxter für die Landesgartenschau 2023, zumal sie auch im Zusammenhang mit dem Gründungsjubiläum “1200 Jahre Ehemaliges Benediktinerstift Corvey“ im Jahre 2022 steht.
Die Welterbestätte „Das Karolingische Westwerk und die Civitas Corvey“ wird deshalb sicher ein Leuchtturm für die Besucher der Landesgartenschau sein, insbesondere wenn unsere baulichen und multimedialen Vorhaben realisiert sein werden. Die weitere Planung der Landesgartenschau wird dann die konkretere Einbindung der Welterbestätte bestimmen.“