Sterbefälle

Allgemeine Informationen

Der Tod ist im Stadtgebiet eingetreten.

 

Beurkundung von Sterbefällen

Tritt ein Sterbefall in Höxter einschließlich der Ortschaften ein, so ist dieser spätestens am folgenden Werktag beim Standesamt Höxter anzuzeigen. Im Standesamt wird der Sterbefall beurkundet und die Sterbeurkunden werden ausgestellt. Die Anzahl der Urkunden wird immer im Einzelfall beim Standesamt abgeklärt; hilfreich wäre es, im Vorfeld die benötigte Menge, z. B. für Versicherungen, Banken, Krankenkasse, LVA, BfA, zu ermitteln. Auf Wunsch kann der Sterbefall in das Stammbuch der Familie - mittels einer Sterbeurkunde - eingetragen werden.

Man kann die Sterbefälle in drei verschiedene Kategorien unterteilen:

  • Krankenhaussterbefall
  • häuslicher Sterbefall
  • "Kriposterbefall"

Von einem "Krankenhaussterbefall" spricht man, wenn die Person im Krankenhaus, Senioren- oder Pflegeheim verstorben ist.

Ein "häuslicher Sterbefall" liegt vor, wenn die Person zuhause, in einem Seniorenheim oder einem Hospiz verstorben ist.

Sollte durch den Arzt nicht klar feststellbar sein, ob die Person eines natürlichen Todes gestorben ist, Fremdverschulden oder Suizid vorliegt, wird immer die Kriminalpolizei in die Ermittlungen eingeschaltet. Dann spricht man von einem "Kriposterbefall".

Aufgrund dieser Unterteilungen benötigt man verschiedene Unterlagen, um die Beurkundung beim Standesamt zu veranlassen.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Was ist mitzubringen?


Ist der Sterbefall im Krankenhaus, Senioren- oder Pflegeheim eingetreten, benötigt man von der entsprechenden Einrichtung die Sterbefallanzeige sowie die vom Arzt ausgestellte Todesbescheinigung (zwei Umschläge). Ist der Sterbefall zuhause eingetreten, benötigt man auf alle Fälle die Todesbescheinigung. Die Person, die zum Standesamt kommt, um den Sterbefall anzuzeigen, muss sich auch durch Personalausweis bzw. Reisepass ausweisen können. Für den Kriposterbefall benötigt man die Sterbefallanzeige der Kriminalpolizei, den Freigabeschein der Staatsanwaltschaft und natürlich auch die Todesbescheinigung.

Welche weiteren Unterlagen außerdem zum Standesamt mitgebracht werden müssen, richtet sich nach dem Familienstand des Verstorbenen.

  • Familienstand: ledig

War die Person nie verheiratet (ledig), benötigt man für die Beurkundung des Sterbefalles eine Geburtsurkunde und einen Nachweis über den letzten Wohnsitz.

  • Familienstand: verheiratet

War der/die Verstorbene zum Zeitpunkt des Todes verheiratet oder verpartnert, so ist eine Eheurkunde bzw. eine Lebenspartnerschaftsurkunde vorzulegen. Eine Familienbuchabschrift wird unter Umständen akzeptiert, wenn ein Familienbuch auf Antrag angelegt wurde.

  • Familienstand: verwitwet

Wenn die Person verwitwet war, ist eine Eheurkunde und die Sterbeurkunde vom Ehepartner vorzulegen oder auch eine Eheurkunde mit dem Vermerk über den Tod des Ehepartners.

  • Familienstand: geschieden

Bei Geschiedenen wird die Eheurkunde mit dem Vermerk über die Scheidung benötigt; sollte der Vermerk in der Eheurkunde nicht eingetragen sein, das rechtskräftige Scheidungsurteil mit der Eheurkunde.

Neben den Urkunden über den Familienstand sollte bei jedem Sterbefall der Personalausweis und/oder der Reisepass der verstorbenen Person vorgelegt werden.

WICHTIG: Befinden sich die geforderten Unterlagen beim Standesamt Höxter, weil z.B. die ledige Person in Höxter geboren ist, müssen die Unterlagen natürlich nicht im Vorfeld beschafft werden, sondern im Zuge der Sterbefallbeurkundung wird auf die entsprechenden standesamtlichen Einträge zurückgegriffen.

Des weiteren richten sich die mitzubringenden Unterlagen auch nach der Herkunft der verstorbenen Person.

  • Herkunft: Spätaussiedler/Vertriebener

Handelt es sich bei der verstorbenen Person um einen Spätaussiedler/Vertriebenen muss zunächst geprüft werden, ob evtl. in der Vergangenheit bei einem Standesamt ein Familienbuch auf Antrag angelegt wurde. Falls dies der Fall sein sollte, ist für die Sterbefallbeurkundung eine entsprechende Personenstandsurkunde, die auf Grund des Familienbuches angefertigt werden kann, maßgebend.

Wenn kein Familienbuch existiert, ist je nach Familienstand (vgl. oben) eine Geburts- bzw. Heiratsurkunde mit Übersetzung und ggf. die Sterbeurkunde des Partners (ebenfalls mit Übersetzung) vorzulegen. Bei Geschiedenen müssen auch alle Papiere mitgebracht werden, aus denen sich die Scheidung ergibt, z.B. Scheidungsurteil und Scheidungsurkunde. (Dies muss jedoch jeweils im Einzelfall geklärt werden.)

Daneben sollte der Registrierschein, der Vertriebenenausweis bzw. die Spätaussiedlerbescheinigung vorgelegt werden. Es ist auch immer zu prüfen, ob eine Namenserklärung abgegeben wurde. D. h. ob beim Durchgangslager oder später in einem Standesamt eine Erklärung abgegeben wurde, nach der die Vor- und Familiennamen in der deutschen Schreibweise geführt werden. Teilweise ist eine solche Bescheinigung auch Anlage des Registrierscheins. Diese Namenserklärung muss unbedingt für die Beurkundung des Sterbefalles mitgebracht werden.

Darüber hinaus sollte die Einbürgerungsurkunde (falls vorhanden) und der Personalausweis/Reisepass mitgebracht werden.

  • Herkunft: Ausländische Staatsangehörige:

Bei allen Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist das Mitbringen des Passes unerlässlich, er dient als Nachweis der Staatsangehörigkeit. Des weiteren müssen - je nach Familienstand - die Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Sterbeurkunde des Partners incl. deutscher Übersetzungen mitgebracht werden. Alle darüber hinaus erforderlichen Unterlagen müssen im Einzelfall abgeklärt werden. Bei Scheidungen im Ausland sind Besonderheiten zu beachten !!!

Sollten Sie feststellen, dass Ihnen Unterlagen für die Sterbefallbeurkundung fehlen, kommen Sie auf jeden Fall während der Öffnungszeiten (s. unten bei 'Unsere Ansprechpartner') beim Standesamt vorbei. Der Sterbefall muss auf alle Fälle fristgerecht angezeigt werden. Es wird dann besprochen, wie und wo weitere Unterlagen beschafft werden können. Sollte der Sterbefall wegen fehlender Unterlagen noch nicht beurkundet werden können, erhalten sie zunächst eine vorläufige Bescheinigung für die Bestattung. Diese Bescheinigung ersetzt aber keine Sterbeurkunden und kann auch nicht für andere Zwecke, z.B. Regelung von Erbangelegenheiten, verwendet werden.

Neben den mitzubringenden Unterlagen werden für die Beurkundung auch folgende Angaben über den Verstorbenen benötigt: Religion, Anzahl der Kinder, Auskunftgeber.

Welche Gebühren fallen an?

Gebühren/Kosten
Grundsätzlich ist die Beurkundung eines Sterbefalles gebührenfrei. Es gibt generell gebührenfreie Bescheinigungen für die Bestattung, Krankenkasse, Rente, ggf. Versorgungsamt, Sozialamt, Vormundschaftsgericht und Ausgleichsamt. Alle Urkunden, die darüber hinaus ausgestellt werden, sind gebührenpflichtig. Die erste Urkunde kostet 10,00 Euro, jede weitere 5,00 Euro.

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