Friedhofsverwaltung

Allgemeine Informationen



I. Zuständigkeit


Die Friedhofsverwaltung ist zuständig für folgende kommunale Friedhöfe der Stadt Höxter:

Friedhof am Wall in Höxter, Westfriedhof in Lütmarsen, Albaxen, Bödexen, Bosseborn Brenkhausen, Bruchhausen, Fürstenau, Godelheim, Lütmarsen, Ottbergen, Ovenhausen und Stahle.


II. Aufgaben der Friedhofsverwaltung

  • Durchführung von Beisetzungen auf den kommunalen  Friedhöfen
  • Erstellung von Gebührenbescheiden
  • Beurkundung von Nutzungsrechten an verschiedenen Grabarten
  • Genehmigung von Grabauflösungen vor Ablauf der Ruhezeit
  • Verlängerung von Nutzungsrechten
  • Bearbeitung von Umbettungsanträgen
  • Bearbeitung von Grabmalanträgen / Durchführung der jährlichen Grabmalprüfungen auf Standsicherheit
  • Überwachung der Ruhefristen, Anschreiben wegen Grabauflösung
  • Überprüfung Grabpflege und Entgegennahme von Beschwerden über ungepflegte Grabstätten
  • Erteilung von Sondergenehmigungen für Gewerbetreibende und Bürger
  • Ansprechpartner für Bestatter und Bürger



III. Bestattungsbezirke

  1. Für die Friedhöfe Am Wall und Westfriedhof Höxter-Lütmarsen ist die Kernstadt Höxter Bestattungsbezirk.

  2. Für die Friedhöfe auf den Ortschaften Albaxen, Bödexen, Bosseborn, Brenkhausen, Bruchhausen, Fürstenau, Godelheim, Lütmarsen, Ottbergen, Ovenhausen und Stahle gilt die jeweilige Gemarkung als Bestattungsbezirk.

  3. Für die Bestattung

    - von Tod- und Fehlgeburten und aus Schwangerschaftsabbrüchen stammenden Leibesfrüchten, sofern die Eltern keine Bestattung in einem Kindergrab verfügen,

    - in der Urnengemeinschaftsanlage, sofern die jeweilige Ortschaft keine Anlage anbietet,

    ist der Friedhof Am Wall in der Kernstadt Bestattungsbezirk für das gesamte Stadtgebiet Höxter.

  4. Für die Bestattung

    - in einer Gemeinschaftsanlage für Erdbestattungen, sofern die jeweilige Ortschaft keine Anlage anbietet,

    - in anonymen Grabstätten - sowohl Erd- als auch Urnenbestattungen –

    - im Kolumbarium- und für Baumbestattungen

    ist ausschließlich der Westfriedhof Höxter-Lütmarsen Bestattungsbezirk für das gesamte Stadtgebiet.



IV. Ruhezeiten

Ruhezeit ist die Zeitspanne, welche zwischen der Beisetzung eines Verstorbenen und der Neubelegung der Grabstelle liegt. Die Dauer der Ruhezeit ist nicht gesetzlich festgelegt und wird von den Friedhofsträgern geregelt. Es stellt die Mindestzeit dar, für die das Nutzungsrecht für eine Grabstätte erworben werden muss. Somit wird sichergestellt, dass die Überreste des Leichnams und des Sarges vor der Neubelegung vollständig vergangen sind.

Die Ruhezeit der Stadt Höxter bei Erdbestattungen in Wahlgräbern beträgt dreißig Jahre. Die Ruhezeit bei Urnenbestattungen und bei Bestattungen in Grabkammern beträgt fünfzehn Jahre. Bei Verstorbenen bis zum vollendeten 5. Lebensjahr beträgt die Ruhezeit 25 Jahre.

Wegen der verkürzten Ruhezeit bei Urnenbestattungen müssen Urnen und Überurnen so beschaffen sein, dass ihre Verrottung gewährleistet ist.


V. Grabarten

Erdbestattungen werden angeboten in Reihengrabstätten, Wahlgrabstätten, anonymen Grabstätten, Ehrengrabstätten und Gemeinschaftsgrabstätten.

Urnenbestattungen werden angeboten in Reihengrabstätten, Wahlgrabstätten, anonymen Grabstätten, Ehrengrabstätten, Gemeinschaftsgrabstätten, Baumgrabstätten und im Kolumbarium.

Reihengrabstätten werden für eine Bestattung für die Dauer der Ruhezeit des Bestatteten zugeteilt. Es ist keine Verlängerung des Nutzungsrechtes möglich.

In Wahlgrabstätten können mehrere Bestattungen vorgenommen werden. Sie werden als ein- oder mehrstellige Grabstätten, als Einfach- oder Tiefgräber vergeben. In Tiefengräbern können zwei Leichen übereinander bestattet werden. Auf den Erdbestattungen können zusätzlich zwei Aschenbeisetzungen erfolgen. Eine Verlängerung des Nutzungsrechtes ist möglich (s. Vordruck Verlängerung des Nutzungsrechts an einer Wahlgrabstätte).

Das Nutzungsrecht einer Wahlgrabstätte ist übertragbar auf andere Familienmitglieder - z.B. den überlebenden Ehegatten, den Lebenspartner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, Kinder, Stiefkinder, Enkel, Eltern, vollbürtige Geschwister, Stiefgeschwister oder Erben.

Für den Fall, dass der Nutzungsberechtigte das Nutzungsrecht selbst nicht mehr ausüben kann, ist in §§ 15 Absatz 5 und 16 Absatz 10 der Friedhofsatzung der Stadt Höxter geregelt, dass der Erwerber schon bei Verleihung des Nutzungsrechts seinen Nachfolger im Nutzungsrecht bestimmen und ihm durch schriftlichen Vertrag übertragen kann (s. Vordruck Nachnutzererklärung).

Die Grabstätten müssen innerhalb von 12 Monaten nach dem Erwerb des Nutzungsrechts hergerichtet werden. Für die Errichtung des Grabmales sowie der Grabaufbauten ist die Genehmigung der Friedhofsverwaltung einzuholen (s. Vordruck Antrag Grabmalgenehmigung/Erklärung der Standsicherheit eines Grabmales).

Reihen- und Wahlgrabstätten sind vom jeweiligen Nutzungsberechtigten dauerhaft zu pflegen. Jede Grabstätte ist mit einer Einfassung aus Naturstein zu versehen und so zu gestalten, dass der Friedhofszweck und der Zweck der Satzung sowie die Würde des Friedhofes in seinen einzelnen Teilen und in seiner Gesamtanlage gewahrt wird (§ 25 Abs. 1 Friedhofssatzung Stadt Höxter).

Die Auflösung der Grabstätte erfolgt grundsätzlich nach Ablauf der Ruhezeit. Zuständig für die Auflösung ist der Nutzungsberechtigte.

Nunmehr ist auch die vorzeitige Auflösung von Grabstätten auf den Friedhöfen der Stadt Höxter möglich (§§ 15 Absatz 6 und 16 Absatz 10 der Friedhofssatzung der Stadt Höxter). Diese ist gebührenpflichtig, da hierdurch für die Pflege der frei werdenden Fläche  ein erheblicher Mehraufwand für die Stadt Höxter entsteht. Die vorzeitige Einebnung ist frühestens 15 Jahre vor Ablauf der letzten Ruhezeit möglich (s. Vordruck Antrag auf vorzeitige Einebnung Wahlgrabstätte/Reihengrabstätte).

Anonyme Bestattungen erfolgen in einem Rasenfeld ohne individuelle Kennzeichnung.


Bei den Gemeinschaftsgräbern  wird der Leichnam bzw. die Asche in einem Rasenfeld beigesetzt. Eine Namenstafel wird entweder auf der Grabstätte verlegt oder in der Nähe der Grabstätte z.B. an oder an einer Stele angebracht. Auf der Namenstafel befinden sich der Vor- und Zuname des Verstorbenen und das Geburts- und Sterbejahr. Die Namenstafeln werden nach der Bestattungsanmeldung im Auftrag der Friedhofsverwaltung bestellt und angebracht. Die Pflege des Grabfeldes obliegt der Stadt Höxter. Hierfür wird im Rahmen der Bestattung einmalig eine Pflegegebühr erhoben.

UrnengemeinschaftsgrabfeldUrnengemeinschaftsanlage auf dem Friedhof in Albaxen© Stadt Höxter
Urnengemeinschaftsanlagen befinden sich zurzeit, außer dem Friedhof Am Wall, auf den Friedhöfen der Ortschaften Albaxen, Bruchhausen, Ottbergen und Ovenhausen.

Erdgemeinschaftsanlagen befinden sich auf dem Westfriedhof und auf den Friedhöfen Albaxen und Godelheim.


BaumbestattungBaumbestattung auf dem Westfriedhof in Höxter-Lütmarsen© Stadt HöxterBei der Baumbestattung werden die Urnen unter einem Baum beigesetzt. Bei Wahlgrabstätten kann der Baum, unter dem die Urne beigesetzt werden soll, ausgewählt werden. An einer zentralen Stelle werden die hier Beigesetzten benannt. Es können Baumgrabstätten als Reihengrabstätten, aber auch als Wahlgrabstätten erworben werden. Auch der Erwerb von sogenannten Familienbäumen ist möglich. Baumgrabstätten können bereits zu Lebzeiten erworben werden (s. Vordruck Antrag auf Erwerb Nutzungsrecht Baumgrabstätte vor Sterbefall). Die Pflege des Grabfeldes obliegt der Stadt Höxter. Hierfür wird im Rahmen der Bestattung einmalig eine Pflegegebühr erhoben.


KolumbariumKolumbarium auf dem Westfriedhof in Höxter-Lütmarsen© Stadt HöxterIm Kolumbarium können pro Grabkammer bis zu zwei Urnen beigesetzt werden. Auf die Kammerverblendplatte aus Granit wird der Vor- und Zuname des Verstorbenen und das Geburts- und Sterbejahr eingraviert. Nach Ablauf der Ruhezeit werden die Urnen in einem Rasenfeld anonym endbeigesetzt. Grabkammern können bereits zu Lebzeiten erworben werden (s. Vordruck Antrag auf Erwerb Nutzungsrecht Kammer im Kolumbarium vor Sterbefall). Die Pflege des Kolumbariums obliegt der Stadt Höxter. Hierfür wird im Rahmen der Bestattung einmalig eine Pflegegebühr erhoben.



VI. Grabmalstandfestigkeitsprüfung

Einmal jährlich, nach der Frostperiode, findet auf den Friedhöfen der Stadt Höxter die Grabmalstandfestigkeitsprüfung statt. Eine von der Stadt Höxter beauftragte Fachfirma prüft dann nach der Richtlinie für die Erstellung und Prüfung von Grabmalanlagen des Bundesinnungsverbandes des Deutschen Steinmetz-, Stein- und Holzbildhauerhandwerks in der jeweils gültigen Fassung mit der dort vorgesehenen Prüflast alle Grabmale auf den Friedhöfen, für die die Stadt Höxter zuständig ist. Die durch die Prüfung durchgefallenen Grabmale werden sodann mit einem Aufkleber gekennzeichnet. Kurz darauf werden die jeweiligen Nutzungsberechtigten von der Friedhofsverwaltung mit der Bitte um Befestigung angeschrieben.

Welche Gebühren fallen an?

Die Gebühren ergeben sich aus der jeweils gültigen Fassung der Gebührensatzung zur Friedhofssatzung der Stadt Höxter, die Sie unten auf dieser Seite finden.

Rechtsgrundlage

Friedhofssatzung für die Kreisstadt Höxter sowie die dazugehörige Gebührensatzung in der jeweils gültigen Fassung. 

Was sollte ich sonst noch wissen?


Nachfolgend finden Sie die Adressen der Friedhöfe im Stadtgebiet Höxter:

Friedhof

Adresse

Am Wall

Unter dem Ziegenberg

Westfriedhof

Im Grabtal

Albaxen

Am Friedhof

Bosseborn

Am Heckenbrink

Bödexen

Mühlenberg

Brenkhausen

Mühlenstraße

Bruchhausen

Herrenfeld

Fürstenau

Am Friedhof

Godelheim

Friedhofstraße

Lütmarsen

Im Grabtal

Ottbergen

Bahnhofstraße

Ovenhausen

Im Hagen

Stahle

Am Feldberg

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Ansprechpartner