Archiv

Ansprechpartner/in
Herr Michael KochStandort anzeigen
Stadthaus am Petritor, Zimmer B 056 // EG
Westerbachstraße 45
37671 Höxter
Telefon: 05271 963-1120
Telefax: 05271 963-9 1120
E-Mail:

Allgemeine Informationen
Das Stadtarchiv sammelt und verwaltet archivwürdige Unterlagen, insbesondere Dokumente zur Stadtgeschichte.

Das Archiv der Stadt Höxter besitzt amtliche und private Akten unterschiedlicher Herkunft und Form sowie Urkunden, Fotos, Karten, Zeitungen, Literatur zur Lokal- und Regionalgeschichte und vieles mehr. Es gehört zu den Aufgaben des Stadtarchivars, diese Archivalien gut aufzubewahren, inhaltlich durch Inventare zu erschließen, Neuerwerbungen aufzunehmen und zu verzeichnen, die Geschichte Höxters aufzuarbeiten und zur Benutzung des Archivs anzuregen. Als Gedächtnis der Stadtgemeinde steht es allen, sowohl Einheimischen, als auch Auswärtigen gleichermaßen zur Verfügung.

Nach langer Reise von einem Gewölbe im Südturm der Kilianikirche im 17. Jahrhundert, vom Historischen Rathaus im 18. und 19. Jahrhundert und anderen Stationen kam das städtische Archiv 1986 in das heutige Stadthaus am Petritor in der Westerbachstrasse. Der vordere Teil des Stadthauses steht auf den Fundamenten der ehemaligen Petrikirche, die in der französisch-westphälischen Zeit (1811) einem Schulgebäude weichen musste. Der hintere Teil wurde 1849 für das Petristift als evangelisches Kinderheim und Konfirmandenanstalt errichtet. Im Keller dieses Gebäudes ist heute das Stadtarchiv untergebracht.

Die Bestände wuchsen beständig an, beschleunigt im 20. Jahrhundert und besonders nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute umfasst das Stadtarchiv 315 Urkunden, über 700 Archivkartons mit Aktenpaketen, über 400 Protokollbücher, etwa 41 laufende Meter Zeitungsbände, über 2700 Bücher und Zeitschriftenbände, zahlreiche Karten und Fotos sowie mehrere private Sammlungen und Archive. Ein umfangreiches Zwischenarchiv nimmt die noch unverzeichneten Zugänge, in erster Linie aus der Stadtverwaltung, auf. Der Platzbedarf ist erheblich und wird sich angesichts der abzugebenden Altakten und zukünftiger Erwerbungen noch steigern.

Neuerdings wird in der Stadtverwaltung mit der Einführung digitaler Dokumente begonnen, die an das Stadtarchiv ganz neue Anforderungen herantragen. Die absehbaren digitalen Datenmassen müssen in historischer Perspektive für die kommenden Generationen angemessen aufbereitet und gepflegt werden. Große Probleme bereiten dabei die Informationsträger, mit denen es kaum Langzeiterfahrungen gibt, und die Datenformate. Der technologische Entwicklung schreitet derart rasant voran, dass es keinesfalls selbstverständlich ist, dass eine heute geschriebene Datei in 10 Jahren noch gelesen werden kann. Die im Archiv benötigte Ausstattung mit Lese- und Speichergeräten im digitalen Bereich wird dementsprechend einem steten Wandel unterliegen. Der „traditionelle" Bereich des Schrift- und Bildguts auf Pergament, Papier und Mikrofilm wird auch in Zukunft einen wesentlichen Schwerpunkt bilden. Hierfür sind laufende Mittel zur Konservierung und Restaurierung vonnöten.

Besonders akut gefährdet sind der umfangreiche Zeitungsbestand und ein gewisser Teil wassergeschädigter älterer Aktenbestände. Die Zeitungsbände wurden weitgehend von den Lokalzeitungen an das Archiv abgegeben. Ihr schlechteres Papier altert schnell und wird schon nach wenigen Jahrzehnten brüchig. Dabei stellt die bis in das Jahr 1803 zurückreichende Zeitungsüberlieferung einen überaus reichhaltigen Fundus von Nachrichten aus allen Lebensbereichen der Bewohner Höxters und der Umgegend dar. Aus diesem Grund sind die Tageszeitungen der von den Nutzern des Archivs am meisten nachgefragte Bestand. Geplant ist einerseits eine Sicherheitsmikroverfilmung und auf der anderen Seite die Anschaffung einer Digitalkamera. Hiermit können Reproduktionen von Tageszeitungen, Urkunden und anderen Dokumenten angefertigt und somit der bisherige Service auch in Zukunft geleistet und verbessert werden.
Hervorzuheben sind zudem die vom Stadtarchiv gesammelten Vereins- und Jubiläumsschriften sowie die bis in die Zeit um 1600 zurückreichenden Veröffentlichungen zur Orts- und Regionalgeschichte. Alle Bürger, Vereine und Verbände werden gebeten, das Archiv über neu erscheinende Veröffentlichungen aus dem Bereich der Stadt Höxter zu benachrichtigen, damit eine möglichst vollständige Überlieferung erreicht werden kann. Auch alle anderen schriftlichen und bildlichen Hinterlassenschaften, wie z. B. Akten, Briefe, Broschüren, Postkarten, Nachlässe, Photographien, Protokolle, Schulbücher, Karten und Skizzen können dem Archiv zur Aufbewahrung übergeben werden, um das „historische Gedächtnis" der Stadt zu ergänzen. All diese Hinterlassenschaften stehen dann im Stadtarchiv der allgemeinen Öffentlichkeit zur Verfügung.

Weiterführende Informationen über das Stadtarchiv erhalten Sie im Stadthaus am Petritor von Michael Koch M.A., Anschrift: Westerbachstr. 45, 37671 Höxter, Tel. 05271/ 963-1120, Email: m.koch@hoexter.de, Öffnungszeiten: Montag 9.30-12.00 Uhr und nach Vereinbarung. Eine Kurzübersicht zu den Beständen des Stadtarchivs und der anderen Archive in Nordrhein-Westfalen kann unter der Internetadresse „www.nrw.archive.de" aufgerufen werden.

Rechtsgrundlage

Archivgesetz

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