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Arbeitskreis Bäder schlägt Ganzjahreslösung im Brückfeld vor

Der Arbeitskreis Bäder ist in seiner gestrigen Sitzung zu einem abschließenden Votum gekommen und hat mit Mehrheit dem Rat vorgeschlagen, im Bereich des Brückfeldes am Standort des derzeitigen Freibades ein Ganzjahresbad zu errichten.

Der Mitte 2010 gegründete Arbeitskreis hat sich in mehreren Sitzungen intensiv mit der Lösung der Bäderfrage in Höxter auseinandergesetzt und dabei zahlreiche Punkte dieses komplexen Themas abgearbeitet. Zunächst wurden Anforderungsprofile entwickelt. Eine zukünftige Bäderlandschaft sollte in erster Linie ganzjährig für alle Bevölkerungsschichten Schwimmen ermöglichen. Ein besonderer Schwerpunkt wurde dabei auf das Schul- und Vereinsschwimmen gelegt.

Daraufhin wurden mögliche Standorte in Höxter ausgesucht und auf ihre Tauglichkeit hin überprüft. Schließlich blieben in der engeren Bewertung die Asklepios Weserberglandklinik und das Gelände im Brückfeld. Ein gemeinsamer Bau und Betrieb eines Bades mit der Asklepios Weserberglandklinik erschien aber kurz- bis mittelfristig nicht möglich. Daraufhin hat sich der Arbeitskreis mit dem Standort Brückfeld beschäftigt und unterschiedliche inhaltliche Ausrichtungen geprüft. Hierzu haben die Mitglieder des Arbeitskreises verschiedene Bäder besucht, die erfolgreich im Betrieb sind. Ziel dieser Besichtigungen war in erster Linie, verschiedene Konzepte kennenzulernen, um dann entscheiden zu können, welche Lösung für Höxter am sinnvollsten ist. Hinzu kam eine fachliche Begleitung, um Benutzerverhalten, Besucherfrequenzen und betriebswirtschaftliche Aspekte zu beleuchten.

In der gestrigen Sitzung hat Herr Dr. Kuhn vom Büro Dr. Krieger, der beauftragt war, eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für den Standort Brückfeld vorzunehmen, dem Arbeitskreis für den Standort Brückfeld drei unterschiedliche Möglichkeiten vorgestellt. Variante 1 war ein reines Sportbad als Hallenbad, Variante 2 ein Hallen- und Freibad und Variante 3 ein Ganzjahresbad mit Nutzungsangeboten auch für Familien und Senioren. Trotz unterschiedlicher Investitionskosten wurde anhand wissenschaftlicher Kriterien dargelegt, dass sich die jährlichen Betriebskosten bei allen drei Varianten auf gleichem Niveau befinden, allerdings die Inanspruchnahme seitens der Höxteraner Bevölkerung unterschiedlich ausfallen würde.

Letztlich hat sich der Arbeitskreis mehrheitlich entschieden, dem Rat ein Ganzjahresbad vorzuschlagen, da diese Variante den vom Arbeitskreis entwickelten Anforderungsprofilen am nächsten kommen würde. Zudem sieht der Arbeitskreis in dem vorgeschlagenen Modell auch unter demografischen Aspekten die zukunftsfähigste Lösung, da ein Ganzjahresbad das Schul- und Vereinsschwimmen uneingeschränkt ermöglichen, Gesundheitssport insbesondere für ältere Menschen anbieten und zudem auch familien- und kleinkindgerecht ausgerichtet sein würde. Diese Lösung würde nach Auffassung des Arbeitskreises den höchsten Mehrwert für die Höxteraner Bevölkerung mit sich bringen.

Man war sich einig, dass die Ergebnisse des Arbeitskreises alsbald dem Rat und der Bevölkerung vorzustellen sind. Die weiteren konkreten Ausgestaltungen eines solchen Bades müssten danach im Detail diskutiert werden.

Aufgrund des verabschiedeten Haushaltsplanes 2012 und dem Verlassen der Haushaltssicherung sind erste Grundlagen für eine Finanzierung eines Ganzjahresbades geschaffen worden. Weitere Entscheidungen sind hierzu demnächst notwendig und vom Rat zu treffen.

Pressemitteilung vom 28.03.2012Letzte Aktualisierung: 02.07.2012


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