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Archiv: 2010 |  2009 | 


11.03.2010 - Neues Licht für Höxters Nachtleben - Erneuerung und Modernisierung der Straßenbeleuchtung


Die Stadt Höxter investiert in diesem Jahr insgesamt 950.000 Euro in die Erneuerung und Modernisierung ihrer Straßenbeleuchtung. 543.000 Euro sind für die Modernisierung veranschlagt. Davon werden 25 %, also rund 135.000 Euro vom Bundesumweltministerium bezuschusst. Die restlichen 400.000 Euro gehen in neue Schaltkästen und Masten.

Den Auftrag für die Modernisierung erhielt nach einer Ausschreibung mit bundesweiter Beteiligung die Höxteraner Firma Potthast. Der erste Schritt ist der Ersatz von etwa 700 abgängigen Lampenköpfen durch neue Leuchten. Zum Einsatz kommt die Lumega 600 der Firma Trilux aus Arnsberg. Dieser Leuchtentyp verfügt über sehr gute Lichtlenkung, ist dauerhaft und überzeugt durch intelligente Lösungen für eine einfache und kostengünstige Wartung. Die Firma Skeide aus Rheinberg hat für die Stadt Höxter das Konzept für die Modernisierung erstellt und wird nun auch den Umbau begleiten. Die meisten Leuchtenköpfe sind in Höxter aber durchaus noch in Ordnung – hier werden nur die Vorschaltgeräte und die Leuchtmittel ausgetauscht. Diese Natriumdampf-Hochdrucklampen (NAV) benötigen zwischen 30 und 40% weniger Energie als die alten Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (HQL).

Die Straßenbeleuchtung soll aber nicht nur weniger Kosten, sie soll in Zukunft auch mehr Sicherheit und Komfort schaffen. Neuere Untersuchungen haben nachgewiesen, dass die bisher praktizierte „Halbnachtschaltung“ – also das Ausschalten jeder zweiten Leuchte ab einer bestimmten Uhrzeit – wegen der dadurch sehr ungleichmäßigen Ausleuchtung die Sicherheit im Straßenverkehr merklich verschlechtert. Sie lässt sich daher nicht aufrechterhalten. Die neuen Leuchten werden allerdings technisch so ausgeführt, dass eine Dimmung möglich ist. In Höxter werden dann alle Laternen die ganze Nacht brennen – nur eben zu späterer Stunde ein bisschen weniger hell und damit sparsamer.

Wenn nun die Beleuchtung im großen Stil angefasst wird, bietet es sich an, auch den dringendsten Teil des Investitionsstaus aufzulösen. Daher werden für rund 200.000 € neue Schaltkästen und für einen ähnlichen Betrag neue Masten angeschafft. Diese Kosten entstehen nicht durch die Modernisierung, sie wären ohnehin angefallen.

Die Investition in die Modernisierung der Straßenbeleuchtung soll den Strombedarf auf 1,1 Mio. KWh pro Jahr senken. Bei einem Strompreis von 16 ct/KWh sind Einsparungen von 116.000 € pro Jahr möglich. Der Aufwand für die Wartung der Straßenbeleuchtung soll zudem um bis zu 25.000 € im Jahr sinken. Ein weiterer kostensenkender Fakto sind die Folgekosten: Die alten HQL-Lampen mussten noch alle 2,5 Jahre getauscht werden, die bisher in Höxter verwandten NAV-Lampen konnten rund 16.000 Stunden brennen, hielten also 4 Jahre. Die nun verwendete Sodinette der schwedischen Firma Aura hat eine garantierte Lebensdauer von 48.000 Stunden, d.h. bis zu 12 Jahren. Wie bei allen NAV-Lampen ist auch das Licht der Sodinette gelblich, im Gegensatz zu dem kühlen Weißton bei den Quecksilber-Lampen. Hinzu kommen die eingesparten Emissionen: Wenn der Strom von einem durchschnittlichen Energieversorger kommt, werden jährlich rund 350 t CO2 und 350 g radioaktiver Abfall eingespart.


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